Mit unserer Projektspende im Monat September möchten wir die Arbeit der Evangelischen Karmelmission im Libanon unterstützen. Die Missionsgesellschaft berichtete zum Projekt „Lebensmittelhilfe“ im Juli folgendes:
Seit der blutige Bürgerkrieg (1975-1990) im Libanon mit ca. 200 Tausend Toten zu Ende ging, kam das Land kaum zur Ruhe. Heute ist die islamische Terrororganisation Hisbollah ein sehr starker Machtfaktor im Libanon. Sie ist der verlängerte Arm des Iran und verfügt über mehr „Kämpfer“ als die Landesarmee. Mit ihren Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel verwandelte die Hisbollah fast das ganze Land in einen Kriegsschauplatz.
In diesen schwierigen Zeiten erleben unsere einheimischen Mitarbeiter im Libanon, wie Menschen, die alles verloren haben, ihren Heiland Jesus Christus kennenlernen, der ihnen Trost und Glaubensmut schenkt.
Einer unserer Mitarbeiter im Libanon, Br. John*, berichtet:
„Liebe Missionsfreude, im Moment sind aufgrund der Handlungen der Hisbollah hunderttausende Libanesen auf der Flucht und suchen Unterschlupf für sich und ihre Familien. Flüchtlinge kommen aber auch weiterhin aus dem Nachbarland Syrien. Diesmal sind es Syrer, die dem gestürzten Regime nahestanden und nun, um ihr Leben zu schützen, fliehen müssen. Viele kommen gezielt in unser Gemeindezentrum, da ihnen von jemandem erzählt wurde: ‚Dort in der Bekaa-Ebene ist ein christliches Zentrum, wo Syrer kostenlos Lebensmittel und Medikamente erhalten können!‘ Wenn die Flüchtlinge dann bei uns sind, hören sie auch das Wort Gottes, werden oft zu regelmäßigen Besuchern unserer Bibelarbeiten und finden zum Glauben an unseren Heiland Jesus Christus.

Eine der neuesten Mitglieder unserer Gemeinde ist Sr. Fatima* aus Markaba / Südlibanon. Sie besuchte unser Zentrum auf der Suche nach etwas Essbarem, da sie nicht mehr wusste, wie ihre Familie überleben sollte. Unsere Mitarbeiter versorgten sie mit Lebensmitteln und kamen mit ihr ins Gespräch. Als sie gerade dabei war, mit der Lebensmitteltüte das Zentrum zu verlassen, hörte sie ein Glaubenslied mit Worten aus Jesaja 53,5 aus dem Versammlungssaal.
Fatima will das Wort Gottes hören
Wie elektrisiert durch die Worte des Liedes kehrte Fatima sofort um und setzte sich ganz hinten in den Versammlungssaal. Sie hatte sich entschieden, den Gottesdienst, der gerade stattfand, mitzuerleben. In meiner Predigt ging es um die Kreuzigung Jesu als Sühneopfer für unsere Sünden. Fatima, die nur um der Lebensmitteltüte willen, gekommen war, hörte der Predigt bis zum Schluss zu. Anschließend stellte sie sich mir (Br. John) vor.
„Ich weiß jetzt, dass Jesus der Sohn Gottes ist“
Ich schenkte ihr ein Neues Testament und lud sie ein, die Frauenbibelstunde bei uns zu besuchen. Seit diesem Tag kam sie immer pünktlich zu der Bibelstunde. Obwohl sie äußerlich, wie eine strenge Muslimin aussah, hatte sie von Anfang an keine kritischen Fragen. Einmal sagte sie mir: ‚Pastor John, hier in diesem Zentrum lernte ich den wahren Jesus Christus kennen. Ich weiß jetzt, dass er der Sohn Gottes ist und mir echten Frieden schenken will. Bitte bete für mich, dass ich an Jesus als meinen Herrn glauben kann. Ich liebe Jesus.‘
Jesus schenkt auch Frieden untereinander
Sr. Fatima wurde am 15. Februar 2026 getauft. Sie ist 56 Jahre alt. Sie war sehr angerührt von der Macht unseres Herrn Jesus, der all unsere Geschwister, die früher als Angehörige verschiedener islamischer Richtungen einander hassten und bekämpften, zu Geschwistern machte, die in Frieden zusammen Jesus anbeten.“
Aufruf:
Liebe Missionsfreunde,
Unsere Mitarbeiter im Libanon bitten sehr herzlich um Ihre Mithilfe in der so schwierigen Situation im Libanon.
Unsere Mitarbeiter sind Tag und Nacht unterwegs, um den Flüchtlingen mit dem Nötigsten zu helfen und ihnen von Jesus zu erzählen. Sie möchten gerne mindestens 1.500 Familien helfen.
Lebensmittelhilfe für die Flüchtlinge ist nach wie vor dringend notwendig. Ein Lebensmittelpaket für eine Familie mit Speiseöl, Reis, Nudeln, Thunfisch- und Fleischdosen, Käse, Kichererbsenbrei, Salz und einem evangelistischen Büchlein kostet Euro 65,–.
Außerdem werden dringend Medikamente benötigt, die unsere Mitarbeiter beschaffen. Im Durchschnitt sind pro Familie, der geholfen werden kann, Euro 45,– nötig.
Viele der Flüchtlinge benötigen dringend einfache Matratzen, da sie auf dem Boden schlafen müssen. Eine Matratze kostet im Moment Euro 15,–. Eine notwendige Decke wird durch Euro 12,– ermöglicht.
Inmitten der Kriegssituation fragen Muslime immer wieder nach Gottes Wort. Ein Neues Testament im Libanon kostet Euro 3,–. Außerdem wird weiterhin evangelistische Literatur benötigt. Der Druck eines Büchleins im Libanon kostet Euro 0,40.
*Name geändert
Im Erntedankgottesdienst, am Sonntag 27.09., wollen wir die Spende für dieses Projekt sammeln!
Gerne kann auch per Überweisung gespendet werden (bitte bis 01.10.):
Evangelische Freikirche Böbingen e.V.
IBAN: DE24 6145 0050 0440 0495 59
Verwendungszweck: Projektspende September 2026