Glaubensbekenntnis

1. Gott
Wir glauben an Gott, den ewigen Geist, unendlich in Heiligkeit, Kraft, Weisheit, Gerechtigkeit, Güte, Liebe und Barmherzigkeit. Dieser eine und ewige Gott hat sich geoffenbart als Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Der Vater

Wir glauben an Gott, den Vater, der alle Dinge schuf. Er ist erkennbar in dem Maße, wie er sich selbst in Wort und Tat als Quelle und Erhalter des Lebens geoffenbart hat. Er ist ein Gott der Liebe, der alle Dinge nach seinem ewigen Plan ausführt. In seiner Barmherzigkeit nimmt er alle als Kinder an, die sich in Buße von ihrer Sünde abkehren und ihm in Jesus Christus als persönlichen Retter und Herrn ihres Lebens Vertrauen.

Der Sohn

Wir glauben an Jesus Christus, den ewigen Gottessohn, den der Vater gesandt hat, um uns mit sich selbst zu versöhnen und uns von der Sünde und dem ewigen Tod zu erlösen. Er war gezeugt vom Heiligen Geist und geboren von der Jungfrau Maria. Daher ist er wahrer Gott und wahrer Mensch nach der Schrift. Er führte ein vollkommenes, heiliges und sündloses Leben. Nach dem Erlösungsplan Gottes erlitt er Kreuzigung und Tod für unsere Sünde. Er ist wieder auferstanden von den Toten zu unserer Rechtfertigung und zurückgekehrt in den Himmel, wo er jetzt für alle, die an ihn glauben, Fürbitte tut. Er wird wiederkommen, um die Lebenden und die Toten zu richten und sein ewiges Reich zu vollenden.

Der Heilige Geist

Wir glauben an den Heiligen Geist, der eins ist mit dem Vater und dem Sohn, von ihnen gesandt, um im Menschen die Erlösung zu verwirklichen. Er überführt von der Sünde, bewirkt die Wiedergeburt, bestätigt die Erlösung, gibt Gaben, leitet, lehrt, weist zurecht, wohnt in uns, bevollmächtigt, tröstet, tut Fürbitte, vereint die Gläubigen in einem Leib und verherrlicht Jesus Christus.

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1Mo 1; 5Mo 6,4-6; Ps 139; Jes 40; Mt 28,19; Lk 1,34-35; Joh 1,1.18; 4,24; 15,26; Röm 8,1-17. 26-27; 2Kor 3,17; 5,19; 2Kor 13,13; Eph 1,13-14; Phil 2,6-8; 1Tim 3,16; 6,15-16; Hebr 7,25-26; 11,6; Jud 25

*Die angegebenen Bibelstellen bestätigen die Aussagen, sie erheben nicht den Anspruch, vollständig zu sein.

2. Die Offenbarung Gottes
Wir glauben, dass Gott seine Macht und Gottheit im geschaffenen Weltall gezeigt hat, so dass jeder Mensch ihn erkennen kann. Gott offenbarte sich in rettendem Wort und rettender Tat im Alten Testament und gründete eine Bundesbeziehung zu seinem Volk Israel. Er offenbarte sich am deutlichsten und endgültig in dem Herrn Jesus Christus, wie es im neuen Testament geschrieben steht.

Die Heilige Schrift

Wir glauben, dass alle Schrift von Gott inspiriert ist, indem ihre Autoren beim Niederschreiben der Offenbarung und des Willens Gottes vom Heiligen Geist geleitet wurden. Wir anerkennen das Alte und das Neue Testament mit seinen 66 Büchern als unfehlbares Wort Gottes und als verbindliche Autorität in allen Fragen. Wir glauben, dass der Alte Bund vorbereitenden Charakter hatte und im Neuen Bund seine Erfüllung fand. Christus ist der Schlüssel zum Verständnis der Bibel; das Alte Testament gibt Zeugnis von ihm, und er ist es, den das Neue Testament verkündigt.

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Ps 19; Lk 24,27-44; Röm 1,18-23; 2Tim 3,15-17; 2Petr 1,16-21; Hebr 1,1-2; 8,5-13

3. Mensch und Sünde
Wir glauben, dass der Mensch zum Ebenbild Gottes erschaffen wurde, sündlos und in ständiger Gemeinschaft mit Gott, mit einem freien Willen für moralische Entscheidungen. Doch Adam, der erste Mensch, sündigte und war Gott dadurch ungehorsam, brach die Gemeinschaft mit ihm ab und brachte den physischen, geistlichen und ewigen Tod über die gesamte Menschheit. Folglich sind  alle  dem  Wesen  nach  sündhaft,  schuldig  vor  Gott  und  bedürfen  der  Vergebung  durch Christus.

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1Mo 1,27; 3,1-19; Röm 3,10-18. 23; Eph 2,1-3

4. Errettung aus Gnade
Wir glauben, dass ein Mittler zwischen Gott und den Menschen ist, der Mensch Jesus Christus. Zweck  seines  Kommens  war,  den  Menschen  vom  Gericht  und  aus  der  Macht  der  Sünde  zu erlösen und ihn mit Gott zu versöhnen. Durch das Vergießen seines Blutes brachte Christus das eine ausreichende Opfer für die Sünde dar und gründete somit Gottes Neuen Bund.

Wir sind gerettet durch die Gnade Gottes, die uns durch den Glauben an Jesus Christus zuteil wird.  Der  Heilige  Geist  überführt  den  Menschen  von  seiner  Sünde  und  überzeugt  ihn  durch Gottes Wort von seinem Bedürfnis der Errettung. Alle, die sich in Buße von ihrer Sünde abkehren und  sich  Christus  als  ihren  persönlichen  Retter  und  ihren  Herrn  anvertrauen,  empfangen Vergebung. Durch die Kraft des Heiligen Geistes werden sie in Gottes Familie hineingeboren und erhalten  die  Gewissheit  ihrer  Errettung.  Rettender  Glaube  schließt  eine  Hingabe  des  eigenen Willens  an  Christus,  vollständiges  Vertrauen  in  ihn  und  einen  freudigen  Gehorsam  gegenüber seinem Wort als treuer Jünger mit ein.

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Röm 5,12-21; Eph 1,13-14; 2,8-9; 1Tim 2, 5-6; Hebr 4,12; 9,15-28; 1Joh 1,9

5. Das christliche Leben
Wir  glauben,  dass  der  Heilige  Geist  in  jedem  Christen  lebt  und  ihn  befähigt,  ein  Leben  der Heiligung zu führen. Er bevollmächtigt den Gläubigen, Christus nachzufolgen und ein wirksamer Zeuge für ihn zu sein.

Ein  Christ  lebt  in  der  Gemeinschaft  mit  Gott  und  mit  anderen  Gläubigen  in  der  örtlichen Gemeinde. Er trägt zur Auferbauung des Leibes Christi bei durch sein Reden, seine Gaben, durch Gemeinschaft und Gebet. Dadurch wächst der Gläubige in seiner Christusähnlichkeit, verherrlicht Gott und bezeugt ihn in seinem täglichen Leben.

Christen  erreichen  geistliche  Reife,  indem  sie  sich  Christus  ausliefern  und  seinem  Wort gehorchen.  In  Christus  legt  der  Gläubige  seine  frühere  Lebensweise  mit  ihren  sündhaften Neigungen ab. Er ist nicht länger ein Sklave der Sünde und des Satans. Sein Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes und sollte in keiner Weise verunreinigt oder missbraucht werden. Ein Christ soll nicht durch materielle Dinge gebunden sein. Er trachtet danach, seine Zeit, seine Fähigkeiten und seinen Besitz Christus und seinem Reich zu weihen. Die Frucht des Geistes soll sich mehr und mehr in seinem Leben zeigen, besonders in seinem Verhältnis zu anderen Menschen. Der Heilige Geist gibt ihm die Kraft, über Sünde und Versuchung den Sieg zu gewinnen, ein reiches Leben  zu  führen  und  Gutes  zu  tun.  Dennoch  brauchen  alle,  die  Christus  nachfolgen,  die vergebene, erziehende und reinigende Gnade des Herrn.

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Mt 5,13-16; Joh 12,26; 15,4-5; Röm 6; 8,9-16.29; 12; 1Kor 6,19;  Eph 2,1-5; 4,1-16; Kol 3,10; 1Thess 4,3-8; 2Thess 2,13-14;  Tit 2,11-14; Hebr 12,14; 1Joh 3,17-18

6. Die Gemeinde Christi
Wir glauben, dass die Gemeinde – bildlich gesprochen – der Leib und die Braut Christi ist, die in Jerusalem  durch  das  Erlösungswerk  Gottes  gegründet  wurde.  Gläubige  aus  allen  Völkern, Kulturen  und  Gesellschaftsschichten,  wiedergeboren  durch  den  Glauben  an  Christus  und gereinigt  durch  sein Blut,  sind  durch  den  Geist  in  seinen  Leib  hinein  getauft  und  für  Gott abgesondert  worden  und  sind  Glieder  dieses  Leibes,  dessen  Haupt  Christus  ist.  Trotz  der Vielgestaltigkeit  an  Gemeinden  und  Denominationen  bewirkt  der  Geist  eine  grundlegende Einheit,  die  zur  Zusammenarbeit  und  Gemeinschaft  mit  Gläubigen  aus  anderen  christlichen Gruppen  führt.  Die  Schrift,  insbesondere  die  Berichte  über  die  neutestamentliche  Gemeinde,
geben den Gläubigen in Fragen des Lebens und der Lehre verbindliche Richtlinien. Durch seinen Geist  gibt  der  Herr  seiner  Gemeinde  Gaben,  die  zur  Auferbauung  der  Gläubigen  und  zur Verbreitung des Evangeliums dienen sollen.

Organisation

Die örtliche Gemeinde ist eine Vereinigung von Gläubigen, die getauft sind und sich organisiert haben  zur  Anbetung  Gottes,  zur  Gemeinschaft,  zur Auferbauung,  zum  christlichen  Dienst  und zum  Zeugnis.  Jede  Gemeinde  regelt  ihre  eigenen  Angelegenheiten.  Gemeinden,  die  sich  dem Wort  Gottes  und  diesem  Bekenntnis  verbindlich  verpflichtet  haben,  können  sich  zu  einer Vereinigung (Arbeitsgemeinschaft, Bund) zusammenschließen. Die Tätigkeit dieser Vereinigung findet im Geist der gegenseitigen Abhängigkeit, Liebe und dem gegenseitigen Untertansein unter der Herrschaft Christi statt.

Christliche Auferbauung und Gemeindezucht

Indem  der  Herr  Jesus  die  Füße  seiner  Jünger  wusch,  ermahnte  er  seine  Nachfolger  dazu, persönliche  Demut  zu  üben,  nach  beständiger  Reinigung  zu  trachten  und  praktische  Liebe  zu üben.*)  In  ähnlicher  Weise  sollten  die  Christen  heute  demütig  ihren  Dienst  versehen,  sich gegenseitig ermutigen und ermahnen und diszipliniert leben. In der Gemeinde sollte jedes Glied das  Wohlergehen  der  anderen  Glieder  im  Auge  haben  und  fürbittend  für  sie  einstehen.  Durch öffentliches  Lehren,  anteilnehmende  Ermutigung,  persönliche  Seelsorge  und  liebevolles Ermahnen fördert die Gemeinde eine aufbauende Disziplin. Die Gläubigen werden ermutigt, ein Leben in christlicher Jüngerschaft zu führen und an geistlicher Reife zuzunehmen, so, dass die Gemeinde Gott vor der Welt verherrlichen kann.

Gottes  Wort  ist  der  Maßstab  für  Gemeindezucht.  Christen,  die  in  Sünde  leben,  müssen  in geschwisterlicher Liebe und Aufrichtigkeit ermahnt werden. Wo private Seelsorge versagt, übt die Gemeinde wiederherstellende Zucht. Werden Warnungen missachtet und eine Einstellung der Auflehnung und Entfremdung beharrlich aufrechterhalten, so wird der Schuldige formell aus der Gemeinschaft der Gemeinde ausgeschlossen. Die Gläubigen müssen jedoch an dem Irrenden Liebe und Barmherzigkeit üben, damit er zurückgewonnen wird. Wenn er sich von  seiner  Sünde  abkehrt,  so  vergibt  ihm  die  Gemeinde,  nimmt  ihn  wieder  auf  in  die Gemeinschaft und ermutigt ihn im christlichen Leben.

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Mt 18,15-35; Joh 13,l-17;17,21; Apg 2,38-44; 15,1-28; 1Kor 12-14, 2Kor 2,6-8; Eph 1,22-23; 2,10-22; 5,21. 25-27; lThess 5,11-14; 2Thess 3,6. 14-15; Off 5,9

*) Die Fußwaschung der Heiligen kann eine sinnvolle Erinnerung an unser beständiges Bedürfnis der Reinigung sein und an die gegenseitige Ermahnung, einander zu dienen.

7. Die Mission der Gemeinde
Wir glauben, dass die Gemeinde die vorrangige Aufgabe hat, aus allen Völkern Jünger Jesu zu gewinnen. Jedes Gemeindeglied hat die Verantwortung, durch die Kraft des Heiligen Geistes ein Zeuge Christi zu sein und Menschen zur Versöhnung mit Gott aufzurufen. Das Evangelium ist die Kraft Gottes zur Errettung und ist fähig, auch den natürlichen Bedürfnissen des Menschen gerecht zu werden.

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Mt 11,5; 28,18-20, Apg 1,8; 2Kor 5,18-20

8. Christliche Dienste
Wir glauben, dass Gott seine Kinder durch den Heiligen Geist  mit  Gaben für den christlichen Dienst ausgestattet hat. Jedes Glied dient in Liebe dem anderen zur gegenseitigen Auferbauung. Einige  Glieder  der  Gemeinde  haben  Gaben  für  leitende,  pastorale,  Predigt-‚  Lehr-, evangelistische  und  diakonische  Dienste  erhalten.  Die  Gemeinde  erkennt  unter  Gebet  diese Gaben  und  zeigt  den  von  Gott  berufenen  Personen  ihre  Aufgaben.  Diese  Gemeindeglieder müssen bezüglich ihres Lebenswandels einen guten Ruf haben, das Wort Gottes treu lehren und sich liebevoll um das Wohlergehen anderer kümmern. Die Gemeinde kann unter der Leitung des Heiligen Geistes solche Diener beauftragen oder ordinieren.

Die  Gemeinde  wiederum  soll  diese  Diener  lieben,  respektieren  und  unterstützen.  Sie  muss aufmerksam sein, um eventuell Irrlehrer zur Rechenschaft zu ziehen oder auszuschließen.

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Jer 3,15; Apg 6,1-6; 13,l-3; 20,28; Eph 4,11-16; 1Thess 5,12-13; 1Thess 5,23-24; 1Tim 3,1-13; 5,17-22; Tit 1,5-9; 1Petr 5,1-5

9. Die christliche Taufe
Wir glauben, dass Christen dem Auftrag des Herrn gehorsam sein  sollten, sich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen zu lassen. Um getauft zu werden, muss man sich in Buße von der Sünde abkehren und sich dem Herrn Jesus Christus als persönlichen Retter und  Herrn  anvertrauen.  Wir  lehren  und  praktizieren  die  Wassertaufe  der  Gläubigen  durch Untertauchen, wie es in neutestamentlicher Zeit getan wurde.

Die Taufe symbolisiert das Gestorbensein gegenüber der Sünde und die Auferstehung zu neuem Leben in Christus und den Empfang des Heiligen Geistes. Mit der Taufe bezeugt der Gläubige auch  seine  Bereitschaft  umfassender  Gemeinschaft  und  zur  Mitarbeit  in  einer  örtlichen Gemeinde.

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Mt 28,18-20; Apg 2,38; Röm 6,1-6, Kol 2,12-13; 1Petr 3,21

10. Des Herrn Mahl
Die Glieder der Gemeinde halten das Abendmahl so, wie es durch Christus angeordnet wurde. Die Elemente, das Brot und die Frucht des Weinstocks, symbolisieren den gebrochenen Leib und das vergossene Blut Christi. Sie erinnern uns an sein Leiden und Sterben zu unserer Errettung und an unsere Einheit in ihm.

In Vorbereitung auf die Gemeinschaft des Abendmahls soll sich jeder Gläubige selbst prüfen und dann in würdiger Weise teilhaben an den Elementen. Wer Frieden mit Gott hat und mit seinen Mitmenschen  im  Frieden  lebt,  ist  eingeladen,  am  Mahl  des  Herren  teilzunehmen,  um  dadurch dessen Tod zu bezeugen, bis der Herr wiederkommt.

Des Herrn Mahl ist Ausdruck der Gemeinschaft und Einheit der Gläubigen mit Christus. Es ist ein Mahl zum Gedächtnis und zum Lobpreis, das die Gläubigen in der Nachfolge und in ihrem Dienst bestärkt.

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Mt 16,24; 26,26-30; Apg 2,42-46; 1Kor 10,16-17; 11,23-32 ;  Off 3,20

11. Ehe und christliches Familienleben
Wir glauben, dass Gott die Ehe einsetzte zur intimen Gemeinschaft von Mann und Frau sowie zur Zeugung und Erziehung von Kindern. In der Ehe finden zwei reife Partner ihre Erfüllung, indem sie Liebe, Sorge, Freude, Ideale, Lebensziele und Verantwortung teilen.

Das neue Testament sieht aber auch die Ehelosigkeit als einen würdigen Stand vor Gott an. In Gemeinschaft  mit  dem  Herrn  und  mit  anderen Gläubigen  kann  der  /  die  Ehelose  ein  erfülltes Leben führen. Für eine Heirat ist eine gemeinsame christliche Verpflichtung Voraussetzung; ein gläubiger  Partner sollte  keinen  Nichtchristen  heiraten.  Wir  glauben,  dass  Scheidung  eine grundlegende Übertretung des göttlichen Willens für die Ehe darstellt.

Christliche  Eltern  sollten  ihre  Kinder  durch  ein  vorbildliches,  gottesfürchtiges  Leben  erziehen, indem sie liebevoll für sie sorgen, für sie beten, sie in der Familienandacht leiten, in der Schrift unterweisen und sie zu einem Gott wohlgefälligen Leben ermutigen.

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1Mo 1,27-28; 2,18-24; Mal. 2,13-16; Mt 5,31-32; 19,4-9;  1Kor 7,10-11;  2Kor 6,14; Eph 5,21-25; 6,4; Hebr 13,4

12. Der Tag des Herrn und Arbeit
Wir glauben, dass es Gottes Wille ist, dass der Mensch in seinem erwählten Beruf fleißig und ehrlich arbeiten soll. Ein Christ sollte beständig danach trachten, durch seine Arbeit Gottes Reich zu bauen.

Nach dem Vorbild des Neuen Testaments feiern die Gläubigen am Sonntag, dem ersten Tag der Woche,  die  Auferstehung  Christi  und  das  Kommen  des Heiligen  Geistes.  An  diesem  Tag  des Herrn geben sich die Gläubigen besonders der Anbetung Gottes und der Unterweisung im Wort, der christlichen Gemeinschaft und dem Gottesdienst hin und erfrischen sich so an Leib und Seele, wobei ihre Arbeit eingeschränkt ist auf das Notwendige und auf Dienste der Barmherzigkeit.

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1Mo 2,1-3; 2Mo 20, 8-10; Mt 6,33; Lk 24,1-36; Apg 2,1; 20,7;  Röm 14,5-6; Eph 4,28; 1Thess 4,11-12; Hebr 10,23-25

13. Christliche Wahrhaftigkeit
Obgleich Eidesschwüre zur Zeit des Alten Testaments erlaubt waren, sind sie uns durch Christus verboten  worden.  Christen  haben  die  Pflicht,  die Wahrheit  zu  sagen,  weil  sie  immer  in  der Gegenwart  Gottes  sind.  Deshalb  sagen  wir  einfach  die  Wahrheit,  ohne  besondere Beteuerungsformeln zu benutzen (auch vor Behörden, Gerichten und ähnlichen Einrichtungen).

Weil bestimmte Geheimbünde den Gebrauch von Eidesschwüren und zugleich auch die Bildung enger Beziehungen zu Ungläubigen fordern, lehnen wir eine Mitgliedschaft in Geheimbünden ab und bemühen uns stattdessen, die Gemeinschaft und Bruderschaft in der Gemeinde zu pflegen.

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Mt 5,33-37; Joh 18,19-23; 2Kor 6,14-18; Eph 5,6-13; Jak 5,12

14. Der Staat
Wir  glauben,  dass  Gott  den  Staat  einsetzte,  um  Gesetz  und  Ordnung  im  bürgerlichen  Leben aufrechtzuerhalten  sowie  die  öffentliche  soziale Arbeit  zu  fördern.  Die  Funktionen  und Verantwortungsbereiche  des  Staates  unterscheiden  sich  von  denen  der  Gemeinde.  Das Hauptanliegen  und  die  Treue  aller  Christen  sollten  dem  Reich  Gottes  gelten.  Es  ist  unsere christliche Pflicht, für jede Art von Regierung zu beten und Wahrheit, Liebe, Gerechtigkeit und Erlösung  zu  verkünden.  Wir  sollten  alle  respektieren,  die  behördliche  Aufgaben  wahrnehmen. Als Zeugen Jesu müssen wir gesellschaftliche Verantwortung zeigen, Steuern zahlen und dabei gegen  Unmoral,  Diskriminierung  und  Ungerechtigkeit  auftreten.  Den  Gesetzen unseres  Staates gilt es zu gehorchen, sofern sie nicht mit dem Wort Gottes in Konflikt stehen.

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Mt 22,17-21; Apg 4,19; Röm 13,1-7; 1Tim 2,1-6; 1Petr 2,13-14

15. Liebe und Verzicht auf Gewaltanwendung
Wir glauben, dass Christen nach dem Gesetz der Liebe leben und Feinden gegenüber Vergebung üben sollen, wie es der Herr Jesus lehrte und vorlebte. Die Gemeinde ist als Leib Christi eine Gemeinschaft erlöster, abgesonderter Menschen, beherrscht von erlösender, wiederherstellender Liebe.  Es  ist  ihre  evangelistische  Aufgabe,  Christus,  den  Friedefürsten,  als  Antwort  auf menschliche  Not,  Feindschaft  und  Gewalttätigkeit  darzustellen.  Das  böse,  brutale  und unmenschliche  Wesen  des  Krieges  steht  im  Widerspruch  zur  neuen  Natur  des  Christen.  Ein Christ  strebt  danach,  Christi  Gebot  der  Liebe  in  allen  Beziehungen  und  in  allen  Situationen einschließlich derer, die mit persönlich zu erleidenden Unrecht, gesellschaftlichen Umwälzungen und internationalen Spannungen zu tun haben, auszuüben. Deshalb sind wir als Christen nicht berechtigt, Leben zu töten, auch nicht das werdende, noch nicht geborene Leben.

Wir glauben, es ist nicht Gottes Wille, dass wir als Christen unsere Mitmenschen wirtschaftlich ausbeuten und Gewalt anwenden, um unsere Ziele zu erreichen oder dass wir militärische Dienste mit der Waffe leisten, sondern wir bemühen uns, nach Möglichkeit alternative Dienste zu tun, um Streit zu verringern, Leid zu mildern und von der Liebe Christi zu zeugen.

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2Mo 20,1-17; Mt 5,17-26. 38-45, Röm 12,19-21; 13,8-10;  1Kor 6,1-8; 1Petr 2,19-23

16. Christi Endsieg
Wir glauben, dass Gott, der in der Geschichte der Handelnde ist, sein Vorhaben zu endgültiger Erfüllung bringen wird. Mit dem Tod gehen die vor Gott Gerechten in einen Zustand der Ruhe in der Gegenwart Gottes und in die Gemeinschaft mit Christus ein. Die Ungerechten leiden die Qual der Trennung von Gott, während sie auf ihr endgültiges Gericht warten.

Wenn der Herr wiederkommt, werden die lebenden Gläubigen entrückt und die Toten in Christus auferweckt werden, um in Ewigkeit bei ihm zu sein. Christus wird alle Menschen richten. Die Gerechten werden das Reich Gottes erben, und die Ungerechten werden die Qualen der endlosen Hölle erleiden. Am Ende wird der Tod zerstört, der Antichrist besiegt und Satan in den feurigen See geworfen werden. Christus wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, in denen Gerechtigkeit herrscht, und Gott wird alles in allem sein.  Dies ist  die gesegnete  Hoffnung der Gemeinde.

„Darum wacht, denn ihr wisst weder Tag noch Stunde“ (Mt 25,13).
Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald.- Amen, ja, komm, Herr Jesus!“ (Off 22,20)

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Jes 2,4; 61,1-11; Mt 25,13-46; Mk 9,43-48; Lk 16,22-23; Joh 5,25-29;  Apg 1,11; 1Kor 15,21-58; Phil 1,21-23; 3,20-21; 1Thess 4,14-17; Tit 2,11-14; 2Petr 3,3-13; Off 11,15; 22,20